Malakoffturm    (Prosper II)

Glückauf, 
wir begrüßen Sie herzlich mit unserem Bergmannsgruß. Schön, dass Sie da sind; schauen Sie sich auf unserer Homepage um und erfahren Sie, wer wir sind und was wir tun. Hier sehen Sie unseren Malakoffturm, in dem wir uns Donnerstags treffen. 

Als Malakoffturm (auch Malakow-Turm) werden Fördertürme mit einer charakteristischen Bauform bezeichnet, die vorwiegend in den 1850 - 1870er Jahren in Kontinentaleuropäisch, aber vereinzelt auch noch bis zum Ende des 19. Jahrhunderts errichtet wurden. Es handelt sich um massive Bauwerke aus Mauerwerk mit einer festungsähnlichen Architektur. Die stabile Bauweise und eine versteifte Konstruktion im Inneren ermöglichte es, die Seilscheiben zu halten und die enormen Zugkräfte der Fördermaschinen aufzufangen. Zu finden waren die mächtigen Türme in den Revieren des Ruhrgebietes, des Saarlands, in Sachsen, Nieder- und Oberschlesien und im Aachener Raum, vereinzelt aber auch in Belgien und Frankreich. Als vorherrschende Bauform abgelöst wurden Malakow-Türme durch Stahlfördergerüste, als genügend Stahl zur Verfügung stand und so große Gerüste kostengünstig errichtet werden konnten.

Aktuell: z. Zt. RÜCKBAU Prosper II

Über uns

Wir sind ein Gruppe von ehemaligen Grubensteigern der Schachtanlage Prosper-Haniel.

NEWS:   „Info & TERMINE“   beachten.

Geltende Corona Vorschriften werden beachtet.

Vorstand: v.l.n.r. Wolfgang van Haaren; Peter Machaczek; 
Rainer Schwegmann; Peter Vogel; Günter Böttiger. 

Wir stehen für Bergbautradition.

Unser Steigerlied

Bergbautradition wird mit diesem Steigerlied auch vor jedem Heimspiel auf Schalke inszeniert. Tausende Lichter erstrahlen dann in der völlig abgedunkelten Arena S04.

Schachtanlage Franz Haniel

Hier war schon 1987 Papst Johannes Paul II bei einer Messe auf der Haniel Halde. Über den Kreuzweg ging es mit einem Altarkreuz zur Spitze. Am 21.12.18 übernahm Frank-Walter Steinmeier hier das letzte Kohlenstück.

Malakoffturm bei Nacht

Städte schaffen durch Beleuchtung wichtiger Wahrzeichen eine einzigartige Identität und erzeugen so inspirierende visuelle Erlebnisse. Beleuchtung schafft Atmosphäre & Gemütlichkeit. 

Malakoffturm bei Tag

Hier treffen wir (Ehrengarde) uns jeden Donnerstag regelmäßig von 14-17Uhr zum "Fördern". Ja richtig, hier werden in Gesprächen hin und wieder mehrere Antriebe gerückt.

Hubert Hochberger

Hubert organisierte 2019 für uns eine Fahrt zum Bayrischen Bergmannstag nach Peißenberg. Dort wurde bis 1972 Pechkohle gefördert. Tradition in dieser Region wird sehr hoch gehalten. Die Bayernfahrt wurde mit dem Besuch der Fraueninsel und Herreninsel beendet.

Outfit

Ja, so sehen wir manchmal aus. Ein Teil von  unseren insgesamt 30 Mitgliedern steht hier vor dem Eingang unseres Turmes. Unser Malakoffturm ist vielleicht nicht ganz richtig. Er ist unter der Leitung der: Stiftung Industriedenkmalpflege
und Geschichtskultur NRW. 

Das Innere unseres Turmes

Dort wo die Stühle stehen ist die Schachtscheibe zu sehen und hier fuhren damals die Bergleute in die Grube. Noch heute können wir den Schachthammer für die Seilfahrt schlagen. Also einfach mal vorbei schauen und die Ehrengarde erklärt Ihnen gerne die Vorgänge bei der Seilfahrt. Auch der Turm kann bis zur Seilscheibe befahren werden und ist bei Führungen immer sehr beliebt.

Letzter Kohlebrocken 21.12.2018

Auf dem letzten Bergwerk Prosper-Haniel kam am 21.12.18 dieser Kohlebrocken aus unserer Grube und wurde an Frank-Walter Steinmeier übergeben. Diese Kohlebrocken wurde übrigens durch den Hobel freigelegt, der jetzt auf Schalke steht. Steinmeier: „Deswegen bin ich als Bundespräsident heute dabei und deswegen sage ich Ihnen an diesem geschichtsträchtigen Tag im Namen aller in unserem Land: 

Glückauf und danke Kumpel."

Der letzte Hobel v. Prosper-Haniel

Eigentlich gehört er nicht hierher. Der GH 42, so seine offizielle Bezeichnung, sollte nach nur neun Monaten im Einsatz auf ewig in seinem schwarzen Grab ruhen. Und doch passt er hervorragend zu Schalke. Seine letzte Schicht auf der Zeche Prosper-Haniel hat der Bergbau-Hobel längst gefahren, am Freitag (14.12.) hat er sein neues Revier vor dem Schalke Museum gefunden. Der 18 t Tonnen schwere Koloss steht fortan vor der Südkurve der Veltins-Arena. Glückauf.

Unser letzter Kohlebrocken 2018

Auf dem letzten Bergwerk Prosper-Haniel kam 2018 dieser Kohlebrocken aus unserer Grube. Die Kerze wird immer zu besondern Anlässen angezündet und dann gibt es den traditionellen Bergmannsschnaps. Dieser Kohlebrocken wurde aufwendig bearbeitet und steht im Malakoffturm jetzt als ein Symbol für unsere Ehrengarde Prosper-Haniel. Er wurde von Helmut Pawlik gestiftet. Einen weiteren Kohlebrocken findet man nur noch im Arbeitszimmer des Bundespräsidenten.

Übergabe Kohlebrocken

Am 03.04.2019 brachte eine Delegation  den Kohlebrocken nach Berlin und übergab ihn dort an Frank-Walter Steinmeier. Unser Kollege Andreas Schreiter war auch persönlich vor Ort. Für den Besuch in Bellevue haben die Bergleute noch einmal ihre Kluft angezogen. Mit Helmen und klobigen Sicherheitsschuhen stehen sie auf dem blank gewienerten Parkett, über das sonst Staatsgäste wandeln. 

Eloria Bottrop

Genau neben unserem Malakoffturm befindet sich das Eloria. Diese  Halle war damals die Kaue der Schachtanlage Prosper II. Hier zog sich der Bergmann vor und nach der Seilfahrt um. Turm und Halle waren damals mit einer Brücke verbunden. So kamen die Bergleute schnell und trocken in die Grube. Hinter dem Eloria gibt es noch den ZECHENTREFF. Ein toller Biergarten, der Utensilien a. d. Bergbau ausgestattet ist. 

Kumpel -Ampel 

Kumpel-Ampeln sollen an den Bergbau erinnern. An der Knappenstraße in Höhe des Malakoffturms, sowie an vielen weiteren Stellen in Bottrop, leuchten jetzt die Grubenmännchen anstelle eines Ampelmännchens. Bezahlt werden die Bergmann-Ampeln zum Großteil von Sponsoren. Sie sollen uns an die vielen alten Zechenstandorte erinnern. Glückauf 

Der Bergbau im Ruhrgebiet ...

... hinterläßt überall seine Spuren. Der Bergbau hinterlässt in der Landschaft mehr als nur Fördergerüste - zum Beispiel Halden. Bergbau gibt es im Ruhrpott bald zwar nicht mehr, aber seine Geschichten leben weiter. Kurz vor dem Ende noch ein paar Impressionen.

VIDEO:   https://youtu.be/I1pX0j2sNYc

Die Bergbau-Ära geht zu Ende

Schicht im Schacht. Dezember 2018 Prosper Haniel, das letzte Bergwerk im Ruhrgebiet schließt. Für die Kumpels, die unter Kirchellen und Bottrop malocht haben, heißt es jetzt Abschied nehmen. Eine Studentengruppe der Westfälischen Hochschule hat für kirchhellen.online mit Bergmännern gesprochen, wie sie den Abschied von der Kohle erleben. Ein sehenswertes Video, wie ich finde. 

VIDEO:     https://youtu.be/grtCfGCW9zc

Malakoffturm 1968 bis 2018

Bis 1968 diente der Schacht als Hauptförderschacht; danach wurde er noch für die Seilfahrt und Materialförderung genutzt. 1987 wurde die Kohleförderung des Bergwerks durch den in unmittelbarer Nähe auf der Schachtanlage endenden "Förderberg" ersetzt. Der Schacht 2 wurde stillgelegt und konnte verfüllt werden. 2014 bekam das Fördergerüst eine begehbare Aussichtsplattform. Video: Extraschicht 2018.

VIDEO:     https://youtu.be/P-n-vTgDDNo

Medienbeauftragter

Ich heiße Helmut (ehem. Steiger Prosper/Haniel) und bin der Ersteller dieser kleinen Homepage. Wenn hier etwas mal nicht ganz so gut funktioniert, dann könnt ihr uns unter "Kontakt & Infos" anschreiben. Teilt uns gerne euer Anliegen mit und wir kümmern uns sofort darum. Ich sage Danke für eure tollen Anregungen. In diesem Sinne: NIEMAND IST PERFEKT, ABER ALS BERGMANN IST MAN VERDAMMT NAH DRAN. ;-)

Unsere Werkzeuge

Sprüche aus dem Ruhrpott. Auf Kohle geboren, mit Stahl in den Adern. Ruhrpott, dat is kein Dialekt ... dat hat wat mittn Herz zu tun... Ruhrpott is da, wo ich wech komm! Pott is, wo der Hamma hängt. Made im Ruhrpott. Gibbet nich? WAT MUT, DAT MUT.  Wer im Ruhrgebiet aufgewachsen ist, hat die Fähigkeit, Schönheit zu finden, wo andere nicht mal suchen würden. Glückauf

Über unseren Turm

Beachtliche 30 m streckt sich der Malakoffturm. Malakofftürme werden die frühen, gemauerten Förderanlagen nach einem Teil der Festung Sewastopol genannt, die als uneinnehmbar galten. Zwischen dem Aufbau 1874/75 und Einstellung der Förderung 1974 lagen ganze 100Jahre. 2009 - 2014 wurde die Aussichtsplattform errichtet. 

WICHTIGE INFO

Das Mitarbeitermagazin „Steinkohle“ der RAG hatte uns in der Vergangenheit regelmäßig mit Informationen aus dem Unternehmen versorgt. Leider musste das Mitarbeitermagazin im Juli 2019 eingestellt werden. Deshalb möchte ich euch auf 2 Möglichkeiten hinweisen, mit denen ihr auch in der Zukunft Informationen rund um die RAG bekommen könnt.

Zeche Prosper II: Führungen starten wieder 

Nach langer Corona bedingter Pause öffnet sich das Industriedenkmal Zeche Prosper II, Schacht 2 an diesem Sonntag (11.07.) wieder für Besucher*innen. Bei einer Führung der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur erfahren Interessierte Wissenswertes aus der langen Geschichte des markanten Turms, wie er zu seinem zusätzlichen Fördergerüst kam und wie die Kohle die Stadt Bottrop und seine Menschen prägte.

 

Wer am ehemaligen Zechentor steht und den trutzigen Backsteinturm erblickt, ist im ersten Moment erstaunt: Die Kombination mit einem eingezogenen Fördergerüst aus Stahl ist eine technik-historische Besonderheit. Der Malakoffturm stammt aus den Jahren 1874/75, das Stahlgerüst aus den Jahren 1933/34 mit einer Erweiterung aus dem Jahr 1959.

 

Im Rahmen der Führungen können die Besucher*innen den Turm über ein in einem Eckpfeiler liegendes „Treppenhaus“ besteigen. Der Ausblick von der Aussichtsplattform in etwa 30 Metern Höhe entschädigt für den Aufstieg. Neben der imposanten Seilscheibe stehend breitet sich das Ruhrgebiet vor dem Auge des Betrachters aus: Bei guter Sicht ist die Zeche Zollverein in Essen zu erkennen, der Gasometer Oberhausen und weitere Landmarken des Reviers. 

 

Führungen Zeche Prosper: „Malakoffturm mit Aussicht“

Sonntag (11.07.) um 14 und 16 Uhr

Dauer: ca. 90 Minuten

Adresse: Zeche Prosper II, Schacht 2, Knappenstraße, 46238 Bottrop

Der Treffpunkt befindet sich am Tor vor dem Malakoffturm.

Der Kostenbeitrag für die Führung beträgt 5 Euro pro Person. Kinder unter 12 Jahren nehmen kostenlos teil.

Es wird empfohlen, bei der Führung festes Schuhwerk zu tragen.

Weitere Informationen unter www.industriedenkmal-stiftung.de

 

Hinweis Corona:

Es gilt Maskenpflicht in den Gebäuden; Seit dem 23. August gilt die 3G-Regel auf dem gesamten Gelände.

Eindrücke zum Ende des Bergbaues auf Prosper-Haniel

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Abschied  vom Steinkohlenbergbau mit Frank-Walter Steinmeier

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Das letzte Jahr auf der Zeche
Prosper-Haniel in Bottrop

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"Bergmänner singen das Steigerlied"

Das Ende einer Ära

Dies ist das Ende dieser Seite, aber nicht der Bergbaugeschichte.

Sie möchten noch mehr über andere Schachtanlagen erfahren. Noch mehr gut erhaltene Denkmäler besuchen. Dann drücken sie doch einfach mal auf den jetzt folgenden Button und schon geht die Reise in die Vergangenheit weiter.   Viel Spaß & Glückauf.